"PERSON FOR A DAY"

Und hier eine interessante Rezension von Estefania Vela.
Auf Spanisch erschienen bei "Letras Libres"
Und auf Englisch auf Estefanias blog

LETRAS LIBRES, Mexiko

 

"Der Film beweist nicht nur, dass Männlichkeit eine Frage des Trainings sein kann, sondern dass Gender-Forschung entgegen aller Vorurteile keine Ideologiemaschine für männerhassende Hardcore-Feministinnen ist. Tatsächlich kann sie sogar Spaß machen. 

Und dass "Man for a Day" so viel Spaß macht, liegt neben der stets sympathischen und gut gelaunten Diane Torr vor allem an den Kursteilnehmerinnen. […] Es ist rührend zu beobachten, wie sie zusammen schüchtern die ersten Schritte in Richtung Mann gehen." 

SPIEGEL


"Einfühlsam dokumentiert Peters ihre mühevolle, aber zuweilen auch sehr spaßige "Mannwerdung": Bevor die "Männer für einen Tag" zum ersten Mal auf die Straße dürfen, müssen sie sich bei der spielerischen Rückverwandlung in einen Einzeller einmal radikal fragen, ob Geschlechteridentität womöglich gar nicht angeboren ist. […] Erstaunt stellt man fest: Es sind nicht nur die Machos unter den Männern, die sich dieser unbewussten Gesten bedienen! In den Chefetagen großer Firmen sind diese Ausdrucksformen der Macht nach Korr immer noch unverzichtbar. Aber der Drag-King-Pionierin geht es nicht darum, Rollenmuster von Männern lächerlich zu machen, sondern diese, aber auch jene der Frauen zu hinterfragen und Freude am Spiel mit tradierten Geschlechterrollen zu wecken. Und genau das macht ihre Arbeit, die von Peters respektvoll in Szene gesetzt wird, zu einem sehr erfrischenden Denkanstoß."

STERN

 

"Da ist die junge Frau, die verstehen will, warum Männer sich manchmal so schäbig verhalten. Da ist die politische Referentin, die sich in der Männerwelt der Macht besser behaupten möchte; die Modedesignerin, die nicht begreift, warum sie manchmal als tough wahrgenommen wird, und sich innerlich doch verletzlich fühlt; und die alleinerziehende Mutter, die herausfinden will, welche Männerbilder sie ihren Söhnen vermitteln kann. Sie alle lassen sich auf ein Experiment ein, auf ein Workshop-Spiel mit Identitäten, angeleitet von der New Yorker Performance-Künstlerin Diane Torr, die auf der Bühne unter anderem als Danny King auftritt. Die Filmemacherin Katarina Peters begleitet das Abenteuer, das zwischen Bühnenperformance und Selbsthilfegruppe oszilliert, mit einer wachsamen, aber nie aufdringlichen Kamera. Es geht um das Probieren und Prüfen, Schauen und Ausprobieren der männlichen Gesten und Verkleidungen vor dem Spiegel - und dann auch draußen, auf der Bühne des Lebens, in der Wirklichkeit."

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG